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Elena Abendroth

Elena Abendroth studierte Sozialpädagogik, Philosophie und Psychologie. Viele Jahre war sie in der psychologischen Beratung sowie als Sachverständige tätig. Aus ihrem Philosophiestudium erwuchs eine Leidenschaft für Erkenntnistheorie und Wissenschaft, woraus zahlreiche Fachpublikationen entstanden. Schon als Jugendliche schrieb sie Gedichte; nach ihrem Berufsleben wandte sie sich erneut der Lyrik zu. In ihren Texten sucht sie nicht die Eindeutigkeit der Wissenschaft, sondern die mehrdeutige, ambivalente Wahrheit der Kunst.

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Nach einem engagierten Berufsleben wurde mir bewusst, dass das Leben endlich ist. Lyrik ist für mich eine Form der Meditation, um besondere Erlebnisse, Gefühle und Gedanken intensiv zu erfassen und als Geschenk in meinem Leben zu bewahren. 

Stille ist mir wichtig, in der immer wieder Glücksmomente auftauchen. Haiku sind kurze Gedichte, die diese Stille nicht stören. Durch wenige Worte lässt sich eine Empfindung oder eine Begegnung in Worte fassen.  

Die Frage nach der Religion kann in einem sinnvollen Leben nicht ungestellt bleiben. Es gibt unzählige oder keine Antworten. Ich bin evangelisch, habe aber im Buddhismus viele Anregungen gefunden.